Katrin Plavçak

What Happened in the Digital Hood?

07.04.2022 bis
12.06.2022
Eröffnung: Mi, 06. April, 19 Uhr

Anlässlich der Ausstellungseröffnung kommt es zur Uraufführung von:

Digital Blood. Elektroperette von Annesley Black & Kinky Muppet
With Kinky Muppet and The Nubes
Lichtregie: Sabine Marte

Mitwirkende: Kinky Muppet:  Katrin Plavčak, Nicholas Hoffman, Oliver Stotz
The Nubes: Carola Schaal, Paul Hübner, Stephen Menotti, Annesley Black

Bitte bedenken Sie: Das Tragen der FFP2-Maske ist im Kunstverein Heilbronn verpflichtend.

 

Katrin Plavčak (geboren 1970 in Gütersloh, aufgewachsen in Zeltweg, Österreich, lebt in Wien) entwickelt eine Malerei, in der sich die Sujets der Genremalerei wie selbstverständlich mit Beutestücken aus Nachrichten, Science-Fiction, Populärkultur und politischen Kommentaren verbinden.  Dabei zeigt sie ihr malerisches Können in Verbindung mit einem genialem Bildwitz. Ausstellungen im Museum of Contemporary Art in Oslo, in der Kunsthalle Basel, der Villa Merkel in Esslingen oder in der Secession in Wien dokumentieren eindrucksvoll den Weg dieser stets auch an gesellschaftlichen sowie politischen und sozialen Fragen interessierten Künstlerin.

Schon mit Beginn ihrer Arbeit öffnet die Künstlerin ihre Malerei für eine installative Präsentationsweise. Ihre Motive wandern in den Inszenierungen nicht nur von Bild zu Bild, sondern auch aus der Leinwand hinaus in den Raum. Ihre Ausstellungen bekommen dadurch bühnenhafte, performative Züge. Diese Praxis korreliert mit ihrem Selbstverständnis, als Malerin und Musikerin zu arbeiten. Sie ist Mitglied in verschiedenen Bands und Formationen.

Musik und Bildende Kunst für dieses Projekt miteinander zu verbinden, ist eine logische Fortsetzung ihrer künstlerischen Arbeit, und so beginnt die Ausstellung von Katrin Plavčak mit der Uraufführung von Digital Blood. Erstmalig kooperieren der Förderkreis für Neue Musik Heilbronn e.V. und der Kunstverein Heilbronn e.V. für dieses zwischen Bildender Kunst, Musik und darstellender Kunst angesiedelte Projekt. Mit der Kanadierin Annesley Black konnte der Förderkreis eine Ausnahme-Komponistin von internationalem Rang (2019 Ernst von Siemens Förderpreis, 2018 Mitglied der Akademie der Künste Berlin und des Canadian Music Centre) gewinnen, deren vielfältiges Œuvre auf den wichtigsten Festivals der Neuen Musik, in großen Konzertsälen und auf Theaterbühnen aufgeführt wird.

Ausstellung und Elektroperette skizzieren eine durchdigitalisierte, post- bzw. transhumane Welt mit fantastischen Prototypen, die ihr humanes Erbe jedoch nicht einfach abstreifen können. Zu diesem surrealen, von Comic und Computerspielen inspirierten Setting, ruft das Bühnenbild literarische sowie kunsthistorische Vorbilder auf. In der Elektroperette Digital Blood überlagert sich dazu analoges Musizieren mit elektroakustisch und elektronisch veränderten eingespeisten Klängen. Durch den Verzicht auf einen erhobenen Bühnenraum wird das Publikum wie selbstverständlich einbezogen, Akteure und Publikum befinden sich auf gleicher Ebene.  Eine Videoaufzeichnung des Stücks wird die Ausstellung nach der Uraufführung während der gesamten Laufzeit begleiten.